Salzwedel

Zwischen Baumkuchen und Backsteingotik

Hans Fallada erzählte die Geschichte: Zwei Buben entdeckten zwei frische Baumkuchen in der elterlichen Speisekammer. Sie konnten nicht widerstehen. Sie brachen Nase um Nase ab und verzehrten sie. Als ihnen gewahr wurde, was sie angerichtet hatten, verschwanden die beiden vor dem drohenden Ungemach im Bett. Es tat sich aber nichts. Am anderen Morgen fanden sie eine Scheibe Baumkuchen auf dem Frühstücksteller, schließlich in der Schule in der Frühstücksbüchse, auf dem Mittagsteller, zum Abendbrot. Tagelang gab es für die beiden Baumkuchen, bis beide Baumkuchen aufgegessen waren. Die Geschichte erzählt von dem Verführerischen, das von diesem über offenem Feuer gebackenen Kuchen ausgeht. Salzwedel ist in der Altmark die „Hauptstadt des Baumkuchens“, mit alter Tradition, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht.

Wo liegt die alte Hansestadt an der Jeetze, das „Venedig des Nordens“?
Seit der Altsteinzeit (vor ca. 200.000 Jahren) lässt sich eine Besiedlung dieses Gebietes im nordwestlichen Teil der Altmark, wo die Dumme auf die Jeetze trifft, nachweisen. Salzwedel ist auf der B71 erreichbar.

Was erinnert in Salzwedel noch an die Hansezeit?
Die Doppelstadt an der Jeetze wurde mit der Alten Stadt an der Burg 1233 erwähnt. Bereits 1247 kam es zur Neugründung der Neustadt im Nordosten der Altstadt. Über etliche Jahrhunderte existierten beide Städte al selbständige Gemeinwesen mit je eigener Verwaltung. Erst 1713 wurde auf landesherrlichem Befehl hin die Vereinigung beider Städte erreicht. So kam es, dass die Stadt über zwei Rathäuser verfügt. Die älteste Kirche der Stadt ist die Marienkirche. die mit ihrem leicht gekrümmten zweithöchstem Turm der Altmark ohne Zweifel als das Wahrzeichen der Stadt gilt. Ein besonderes Kleinod der Kirche ist der großartige Holzschnitzaltar von 1510, der mit einer Breite von 8 Metern den Chorraum fast ausfüllt. Die Katharinenkirche geht auf die Anfänge der Stadtgründung von 1247 zurück. Der Eiuhornaltar von 1474 im Chorraum erinnert an die Legende, dass das Einhorn nur gezähmt werden kann im Schoß einer Jungfrau. Anhand dieser alten Legende erzählt der Holzschnitzaltar die Weihnachtsgeschichte. Die Mönchskirche, Mitte 13. Jahrhundert erbaut, dient heute als Galerie und Konzerthaus. Die St. Lorenzkirche ist als spätromanischer Kirchenbau in die Straße der Romanik aufgenommen.
Das Danneil-Museum zeigt eine der ganz seltenen Madonnenfiguren von  Anfang des 13. Jahrhunderts, die so genannte „Salzwedeler Madonna“. Von der Burg ist noch der Bergfried erhalten geblieben. Immerhin noch 1800 Meter der alten Stadtmauer inklusive des Neuperver und des Steintores sind erhalten. Der Hungerturm könnte sicher manche Schauergeschichte erzählen. Die alte Propstei von 1474, heute besagtes Danneil-Museum, führt uns bereits zum nächsten Thema, Salzwedel als Stadt an der Deutschen Fachwerkstraße. 

Was hat die alte Hansestadt außerdem zu bieten?
Der Bürgermeisterhof von 1543 und die alte Lateinschule zählen zu den schönsten mittelalterlichen Bauwerken der Stadt. Dicht bebaut mit Fachwerkhäusern sind die Wollenweberstraße. die Alte Jeetze oder die Reichestraße..520 Fachwerkhäuser sind in Salzwedel gezählt worden. Und 54 Brücken über Jeetze oder Dumme ermöglichen den beschaulichen Bummel durch das Venedig des Nordens. Übrigens, vergessen Sie nicht, Jenny von Westphalen einen Besuch abzustatten, der Frau von Karl Marx, die hieraus Salzwedel stammte.  Vor den Toren Salzwedels liegt die Langobardenwerkstatt Zethlingen.

Kontakt

Tourist-Information Salzwedel
Neuperverstrasse 29
29410 Hansestadt Salzwedel
Tel. +49 (0)3901 422438
Fax +49 (0)3901 31077

Web: www.salzwedel.de
E-Mail: marketing@salzwedel.de

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