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Ein kleiner, hanseatischer Reise(ver)führer Die Altmärkischen Hansewege Die hansische Chronik der Altmark reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Die erste Stadt der Region, die dem europäischen Handelsbund beitrat, war Salzwedel im Jahre 1263. In der Folge wurden auch andere altmärkische Städte in die Hanse aufgenommen. Neben Salzwedel waren das Gardelegen, Havelberg, Osterburg, Seehausen, Stendal, Tangermünde und Werben. Kaum eine andere Region in Deutschland hatte so viele Hansestädte auf engstem Raum aufzuweisen wie die Altmark. Ein Zeichen der damaligen wirtschaftlichen Kraft und des Reichtums. Anfang des 16. Jahrhunderts allerdings waren die meisten der Hansestädte wieder aus der Hanse ausgetreten. Chronisten weisen der Altmark acht Haupt- und zahlreiche Nebenwege zu, die man getrost historische Hansewege nennen kann. Später wurden sie auch als Heer- oder Poststraßen genutzt. Als hansische Handelstraßen werden Landstraßen bezeichnet, die von hansischen Kaufleuten zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert benutzt wurden. Dabei muss man berücksichtigen, dass sich die hansischen Handelsräume mal erweitert, mal eingeengt haben. Der Raum, über den sich die Handelsstraßen verteilten, reichte bis zu den Niederlassungen und Umschlagplätzen innerhalb und außerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. In Deutschland selbst waren vor allem die Seehäfen in Stralsund, Wismar, Hamburg und Lübeck Ziel der Warenströme, die die Städte der Altmark am Wasser mit dem Gewerbe im Binnenland verbanden. Unser kleiner Führer möchte Sie mit diesen Wegen bekannt machen. Sie streifen alle altmärkischen Hansestädten und führen dabei durch teils naturbelassene Landschaften, reizvolle Dörfer und kleinere Städte. Auf diesen Wegen lernen Sie die Altmark kennen, wie es „normale“ Touristen ansonsten kaum erleben, führen diese Wege doch größtenteils abseits der größeren Bundes- und Landesstraßen, auf denen sich der Gast im Normalfalle bewegt. Wir weisen Sie auf die Sehens-würdigkeiten am Rande der Wege hin und geben – wo es sich anbietet – Hinweise auf historische Gegebenheiten. Bemerkenswert ist dabei die Vielzahl romanischer Dorfkirchen, hat doch die Altmark eines der dichtesten Netze romanischer Bauwerke überhaupt in Deutschland aufzuweisen. Den Wegen haben wir Namen gegeben, die entweder einen Bezug zur Hanse oder zu den Landschaften und Orten haben, durch die die Wege führen. Sie sind also nur eine Erfindung. Das soll Ihre Orientierung erleichtern und die Wege unterscheiden helfen. Ausgeschildert sind die Hansewege als solche nicht. Dennoch werden Sie in so gut wie jedem Ort ein Hinweisschild zum nächsten Ort finden. Falls Sie ein Navigationsgerät haben, geben Sie nicht die schnellste, sondern die kürzeste Route von Ort zu Ort ein. So können Sie ziemlich sicher sein, sich auf dem Weg zu bewegen, den auch die hansischen Handelsleute im Mittelalter genommen haben. Und noch eins: Auf den Wegen werden Sie, vor allem in den Städten, vielfältige und regionaltypische Einkehrmöglichkeiten finden. Der Altmärker liebt es, gut zu essen und zu trinken. Das will er auch seinen Gästen ermöglichen. Fordern Sie zum Beispiel unseren Prospekt „Altmärker Kulinarium“ an, der Sie durch unsere besten gastronomischen Einrichtungen führt, ob Schlossrestaurant oder gemütlicher Landgasthof. Auch unser Gastgeberverzeichnis senden wir Ihnen gerne zu, in dem Sie eine Vielzahl von Hotels, Pensionen und Privatvermietern finden. Darüber hinaus haben wir für viele der Wege Pauschalangebote in unserem Programm, die Sie auch problemlos buchen können. Wir stehen Ihnen jederzeit mit Informationen zur Verfügung. Na dann, gute Fahrt! wünscht Ihnen Ihr Tourismusverband Altmark
Weg Nr. 1: Der Bierweg Warenströme zwischen Lüneburg und Magdeburg via Salzwedel
Einer der wichtigsten altmärkischen Handelswege, die durch die Altmark führten, verband die Region mit den Städten Magdeburg und Lüneburg. Dabei führte er durch Salzwedel, der ersten Stadt der Altmark, die der Hanse beitrat. Er hat von uns den Namen Hopfenweg bekommen, weil er durch eine Reihe von sogenannten Hopfendörfern führt. Die Altmark war im Mittelalter ein bedeutendes Hopfenanbaugebiet. Gut 200 solcher Hopfendörfer gab es hier, in denen fast 3000 Hopfenbauern Lohn und Brot fanden. Der Hopfenanbau in der Altmark währte bis Anfang des 20. Jahrhunderts, dann lohnte er sich finanziell nicht mehr. Weg Nr. 2: Der Tuchweg Von der Elbe bis zur Elbe Dieser Weg verband wiederum Magdeburg mit der Hanse- und Hafenstadt Stralsund, von wo aus die Waren weitergingen nach Skandinavien und in den baltischen Raum. Wir nannten ihn Tuchweg, weil Tuche eines der am meisten beförderten Güter waren und Tuchmacher und Gewandschneider zu den einflussreichsten Bürgern in den Hansestädten, wie beispielsweise Stendal, durch das der Weg führt, gehörten. Wir betrachten den Weg von Süd nach Nord und steigen in . . .
Weg Nr. 3: Der 4-Flüsse-Weg Vier Hansestädte in einer Reihe Noch einmal geht es von Magdeburg an die Ostsee, diesmal aber zum Hafen in der Hansestadt Wismar. Dabei streift er vier altmärkische Hansestädte und überquert mit Tanger, Uchte, Biese und Elbe vier mehr oder weniger große Flüsse, wobei die Elbe zu Anfang und gegen Ende überwunden werden musste. Bis Stendal gleicht er dem Weg Nr. 2., führt also über Elbe und Tanger hinein in die Hansestädte Tangermünde und Stendal.. Von Stendal aus aber geht es dann schnurstracks nach Norden.
Weg Nr. 4: Der Kolonnenweg Ab durch die Mitte Der Weg führte von Stendal Richtung Lüneburg, Hamburg und Lübeck quer durch die Altmark. Wir haben ihn Kolonnenweg genannt, weil die Kaufleute oft im Konvoi, sozusagen als Handelskolonnen fuhren. Stendal haben wir bereits im Kapitel Weg Nr. 2 beschrieben. Von dort geht es nun nordwestwärts zunächst nach Bismark und Kalbe. Erstes Dorf, das durchfahren wird, ist . . .
Weg Nr. 5: Der Räuberweg Handel Richtung Ost und West Diese hansische Handelsstraße führt von Tangermünde über Gardelegen nach Braunschweig, verläuft aber meistens über die heutige Bundesstraße. Dennoch sollen die Stationen des einstigen Hanseweges, der auch Heerstraße war, hier kurz beschrieben werden, findet der Gast doch einige sehenswerte Besonderheiten. Den Namen hat der Weg von uns bekommen, weil hanseatische Kaufleute immer wieder von Räubern und Rittern überfallen wurden. Der Weg nahm seinen Verlauf in . . .
Weg Nr. 6: Der Dammweg Vorbei am letzten Schlossbau in Deutschland Der Weg verbindet die Hansestädte Salzwedel und Braunschweig. Auch auf dieser historischen Straße gibt es einige sehenswerte Besonderheiten. Sie wurde von uns Dammweg genannt, weil bei fast allen hansischen Handelsstraßen auch Feuchtgebiete über spezielle Dämme zu durchqueren waren. Wir betrachten den Weg von Niedersachsen aus, wo er aus Brome kommt . . .
Weg Nr. 7: Der Domweg Quer durchs Elb-Havel-Land Nun gehen wir wieder in die östliche Altmark und sogar noch ein Stück weiter, nämlich über die Elbe in den Elb-Havel-Winkel. Über den Hanseweg hier, den wir wegen des imposanten Havelberger Domes Domweg genannt haben, verschafften sich die altmärkischen Kaufleute den Zugang zu den Städten Stralsund und Berlin. Der Weg kommt aus der Prignitz und führt zunächst nach . . .
Weg Nr. 8: Der Elb-Havel-Weg Quer durch den Katte-Winkel Dieser Weg führt nun aus Richtung Stendal nach Rathenow und weiter nach Berlin und dabei durch den sogenannten Katte-Winkel. Was es damit auf sich hat, lesen Sie im Abschnitt Wust. Von Stendal und Tangermünde, die wir schon im Kapitel Weg 2 beschrieben haben, geht es zunächst über die Elbe nach . . .
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