|

wird von Historikern sogar als Großhandelsplatz des Mittelalters bezeichnet. Von hier aus gab es nicht nur Verbindungen zu den großen Hafenstädten in Deutschland, sondern auch nach Gent, Brügge, London, Bergen und Gotland. Schon 1263 hatte Salzwedel, am Fluss Jeetze gelegen, Sitz und Stimme in der hanseatischen Verbindung zu Wisby, war also schnell nach der Stiftung der Hanse dem Städtebund beigetreten. In Bezug auf Salzwedels Rolle bei der Hanse schrieb ein Historiker: „Immerhin ist Salzwedels Sitz in der Handelsbank in Wisby ebenso wunderbar, als wenn die heutige behagliche Landschaft an der Jeetze einen Konsul in New York hielte.“
Noch heute sind in der Stadt, die an der Deutschen Fachwerkstraße und an der Straße der Romanik liegt, Spuren aus der Hansezeit zu sehen bzw. Zeugnisse des Reichtums, die infolge der Hansemitgliedschaft entstanden sind wie die vielen Speicher- und Handelshäuser. Die Stadtinformation Salzwedel in der Neuperverstr. 29 (Tel.: 0 39 01 / 42 24 38) bietet dazu spezielle Hanseführungen an.
Wichtigste Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die romanische Lorenzkirche von 1220, die St. Marien-Kirche mit ihrem außergewöhnlichen Schnitzaltar von 1510, viele Häuser in der Innenstadt wie die ehemalige Bandweberei, die Gerichtslaube oder die Löwen-Apotheke, das Terrakottenhaus, die alte Propstei mit dem Marstall – heute das Johann-Friedrich-Danneil-Museum - sowie zahlreiche Bürgerhäuser mit Fachwerk aus vier Jahrhunderten, Tor-, Turm- und Wallanlagen.
Später wurde die Stadt über ihre Grenzen hinaus durch den Salzwedeler Baumkuchen bekannt. In der Stadt wirken mehrere Baumkuchenbäcker, man sollte Ihnen über die Schulter schauen und die Spezialität verkosten.
Wo und wann erfährt man ebenso bei der Stadtinformation. |