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Seehausen

 

Geschichte erleben und Natur genießen – das verspricht ein Besuch der Hansestadt Seehausen. Wer sich der Stadt nähert, erblickt schon von Weitem das Wahrzeichen: die alte Pfarrkirche St. Petri, deren Türme die Silhouette Seehausens bestimmen. In der Kirche befindet sich eines der schönsten romanischen Portale des norddeutschen Raumes. Seehausen liegt an der Straße der Romanik.

Gegründet im Jahr 1151, waren es Holländer, welche die Entwicklung der Stadt geprägt haben. Sie waren zur Eindeichung der Elbe in dieses Gebiet geholt worden. Siedlungsspuren lassen sich aber schon für das 10./11. Jahrhundert nachweisen. Im Mittelalter galt Seehausen als reiche Stadt, die Mitgliedschaft in der Hanse trug ihren Teil dazu bei. Sie war zudem auch in anderen Bündnissen organisiert. Erstmals urkundlich als Hansestadt erwähnt wurde Seehausen im Jahre 1359.

Zu den bedeutenden Zeugnissen der Hansezeit gehört das spätgotische Beustertor, erhalten sind auch noch Reste der bis zu vier Meter hohen Stadtmauer. Seehausen hatte ursprünglich vier Stadttore. Ein Muss für Besucher ist die gegen Ende des 12. Jahrhunderts erbaute Kirche St. Petri, eine dreischiffige Hallenkirche mit Kreuzrippengewölbe, Rundpfeilern, doppeltürmigem Westbau und spätgotischem Flügelaltar. Bekannt ist die 1867 von Friedrich Hermann Lütkemüller aus Wittstock gebaute Orgel, die 44 Register besitzt. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Rathaus im neugotischen Stil, das Sandsteinportal von 1686 des heutigen Ratskellers sowie die Salzkirche,  Kapelle des ehemaligen Hospitals aus dem 15. Jahrhundert.

Zeitgeschichte erlebt der Besucher des Turmuhrenmuseum in der Hansestadt Seehausen im Takt der restaurierten Uhren aus der Zeit der Hanse und folgenden Jahrhunderte.

Ein Besuch lohnt sich im Schillerhain. Das Parkgelände, in dem sich ein Waldbad, befindet, wartet mit einem alten Baumbestand auf.

In der Umgebung sind das Forsthaus Barsberge und der Stadtforst beliebte Ausflugsziele. Die nahe Elbtalaue mit reizvollen Elbdörfern wie Beuster und die Ortsteile Werder und Kamps oder das Storchendorf Wahrenberg sind einen interessanten Abstecher wert.

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