|
|
 |

| 9. Station der Kirchen-Route |
In Kalbe, dem vom Kalbeschen Werder und den Hellbergen umgebenen Herzstück der Mildeniederung, wird bereits 983 von einer Wasserburg berichtet, deren Reste heute noch als Burgruine zu besichtigen sind. Im Wachhaus wird an den bedeutenden altmärkischen Heimatforscher Johann Friedrich Danneil erinnert, der 1783 in Kalbe geboren wurde. Seine grundlegenden Erkenntnisse über die Ur- und Frühzeit der menschlichen Entwicklung flossen in sein Dreiperiodensystem (Steinzeit-Bronzezeit-Eisenzeit) ein, das nach wie vor wissenschaftliche Gültigkeit besitzt.
Markant an der ursprünglich romanischen Stadtkirche Sankt Nicolai ist ein etwa 4 m hoher Sockel aus Kalksteinbruch, der vom nahegelegenen Kalkberg bei Altmersleben stammt. Im Mittelalter holten viele Baumeister diesen Kalk als Bindemittel für ihre Dorfkirchen im Umkreis des Werders. Im Inneren wurde Sankt Nicolai 1754 mittels einer Spende Friedrich II. zu einer Kreuzkirche barock umgebaut, Über der Sakristei der Kirche wird eine Bibliothek von Elias Hofmann, dem ersten evangelischen Pastor der Stadt, aufbewahrt. Hofmann, der Schüler Luthers war und aus Budweis stammte, trug während seiner Dienstzeit die vor und nachreformatorischen Schriften zusammen. |
|
 |
|